Pimp my Sewingroom – Vier Kissenbezüge und ein Sofabezug

Vor 5 Monaten bin ich zum ersten Mal in meinem Leben mit einem Mann zusammengezogen. Aufgrund meiner zahlreichen Hobbies war schon bei der Wohnungssuche klar,  dass ich dafür einen eigenen Raum brauchen würde. Zum Glück haben wir eine bezahlbare Wohnung gefunden, in der jetzt sogar jeder sein eigenes zusätzliches Zimmer hat. Bei meinem Freund ist es des Herren-/Zockerzimmer geworden und bei mir wird es liebevoll das „Nähzimmer“ genannt, obwohl es auch nebenbei das Gästezimmer ist, und eh wesentlich mehr als nur meine Nähmaschine beherbergt. Der Einrichtungsstil geht in Richtung shabby chic – Mädchenzimmer. Pastelltöne, vorallem (ihr ahnt es sicherlich schon) rosa ist eine Farbe, die ich liebe und sich sogar an einer Wand in Form von Streifen wiederfindet. In dem Zimmer befindet sich ein Fernseher (wenn ich etwas ansehen möchte, dass meinem Freund nicht so zusagt), ein Bücherregal, welches ich selber mit Kreidefarbe in Wintergrau/Porzellanrosa lackiert habe, ein Gästebett/Sofa von Ikea (Hemnes Tagesbett), und ein großes Sideboard, dass noch auf sein Makeover wartet, aber bereits mit all meinen Hobbyutensilien gefüllt ist: Malsachen, Wolle, Strick- und Häkelnadeln, Stoffe, Nähzubehör etc.

Ich  habe mir nun endlich Zeit genommen mein Gästebett tagestauglich herzurichten:

Zwei kleine Kissenbezüge

Als erstes habe ich zwei kleine Kissenbezüge genäht aus einem hübschen graublauen, gepunkteten Stoff und einem weißen Leinenstoff mit Stickereien. Beide Stoffe sind noch aus dem Fundus meiner Ur-Oma. (wie schon die beiden Stoffe meiner Nähmaschinenhülle – zum Blogeintrag geht es hier)

Meine Lieblingsbezugsart ist, nicht nur weil diese einfach zu nähen ist, der Hotelbezug. Dieser besteht am Rücken aus zwei übereinanderlappenden Teilen. Durch diese Bezugsart spart man sich den Reisverschluss (der auf Dauer kaputt gehen könnte) oder Knopflöcher und Knöpfe. Mein Motiv dabei ist jedoch die Optik. Mir gefällt diese einfach am Besten.

Ein Sofabezug

Letztes Jahr habe ich mir in derselben Farbe einen weiß-geblümten Stoff besorgt. Ich wollte daraus einen Rock nähen, den ich in einer Burda-Zeitschrift entdeckt hatte. Weil der Stoff reduziert war habe ich mir gleich 6 (!!! immer dieser Kaufrausch wenn etwas reduziert ist….) Meter mitgenommen. Als ich jetzt jedoch entdeckt habe, wie perfekt dieser Stoff zu dem Stoff meiner Ur-Oma farblich passt, habe ich mich umentschieden.

Ich habe daraus einen einfachen Bezug für die beiden aufeinander gestapelten Matratzen genäht – quasi wie ein einfaches Lacken und nur alle Seiten abgesäumt, damit diese nicht ausfransen können.

Zwei große Kissen

Für meine zwei großen Kissen (65 cm x 65 cm) habe ich ebenfalls aus demselben Stoff zwei Hotelbezüge genäht. Da der Stoff aber sehr leicht und elastisch ist, funktionieren die Hotelbezüge nicht so gut, wie ich im Nachhinein feststellen musste. Ich fürchte ich muss kleine Druckknöpfe besorge und annähen. Es ist immernoch Stoff übrig, was mir sehr gelegen kommt, da ich doch noch ein drittes großes Kissen gerne hätte. Hotelbezüge sind sehr einfach zu nähen und daher sehr, sehr gut geeignet für Anfänger wie mich.

Vorgehensweise:

Man muss nur die Größe des Kissens ausmessen, dann den Stoff dementsprechend zuschneiden mit 1,5 Nahtzugabe an jeder Seite. Bei meinen Kissen (65cm x 65cm) habe ich somit ein 68cm x 68cm Quadrat aus dem Stoff geschnitten.

Für die Rückseite braucht man zwei Teile, die sich am Ende um mehrere Zentimeter überlappen sollten. Ein Teil sollte dabei länger als das zweite Teil sein. Hier muss man ebenfalls die Nahtzugabe beachten, und dass man 4-6cm zusätzlich braucht für einen schönen Saum an den Enden, die sich überlappen.
Bei meinen Kissen habe ich ein Rechteck mit den Maßen 38cm x 68cm und ein Rechteck mit den Maßen 45cm x 68cm geschnitten.

Nachdem alles zugeschnitten ist, bügelt man an den Enden erst einmal den Saum hin und steckt diesen ab.

Dann geht es – juhuu – endlich ans nähen. Erst wird der Saum genäht:

Anschließend werden auf das Vorderteil die beiden Rückteile festgesteckt (rechts auf rechts). Das kleinere Teil überlappt dabei das größere und bildet das Unterteil.
Zuletzt näht man nun alles zusammen, versäubert die Nahtzugaben und schneidet die Ecken zurück. Ich bügel am Ende immer über alle Nähte noch einmal und über den ganzen Stoff.

Mein frisch bezogenes Gästebett/Sofa sieht nun so aus:

Mir gefällt es sehr gut! Es passt farblich super zu meinem alten Teppich und meiner Farbgestaltung in meinem Nähzimmer. Und so richtig gemütlich ist es noch dazu!

 

Ps: Die zwei gestrickten Decken links und rechts sind übrigens noch von meiner Ur-Oma. Aus Wollresten hat sie immer Vier- oder Rechtecke gestrickt und daraus bunte Patchworkdecken gezaubert. Ein guter Tipp, wenn ihr nicht wisst, was ihr mit euren Wollresten so anstellen sollt. 🙂

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