Von einem weißen Gespenst und seinem Spukende

Als meine neue Nähmaschine bei mir im Januar eingezogen ist, zog ebenfalls ganz ungefragt das weiße Gespenst mit ein:

Das weiße Gespenst


Da es natürlich praktisch und zweckmäßig ist und auch wirklich super, dass es von Anfang an mit der Grundausstattung erst einmal dabei war, hatte ich nichts dagegen.

Doch von Monat zu Monat störte es mich immer mehr. Ein sehr dekorativer Anblick ist es ja leider nicht…. 

Schon sehr früh hatte ich, inspiriert durch meine Schwester, die Idee mir ein eigenes Cape für meine Nähmaschine zu nähen. Andere Anfänger-Nähprojekte hatten jedoch erst einmal Vorrang. Nachdem ich zwei Kissenhüllen genäht habe, ein einfaches Jersey-Jäckchen (ähm ja, ich habe tatsächlich gleich mit Jersey angefangen…) und eine gemütliche Yogahose aus Jersey, traute ich mir zu eine Hülle ohne Schnittmuster zu nähen.



Stoffauswahl


Meine Ur-Oma hat mir einige Stoffe vermacht, die ich gerne für solche Projekte hernehme. Ein seidigglänzender, blumiger Stoff für den Hauptteil der Hülle und ein rosa Seidenstoff für die Bündchen von meiner Hülle gefielen mir am Besten zu meinem noch recht neu eingerichteten Nähzimmer. (Es muss ja am Ende alles hübsch zusammen passen ♡)


Stoffauswahl

Schnitt


Da ich das Rad nicht neu erfinden wollte, habe ich erst einmal den Schnitt vom weißen Gespenst unter die Lupe genommen, an diesem dann Maß genommen,


Maß nehmen


sowie alles in meinem kleinen Nähheft notiert.


Notizzettel


Anschließend habe ich die Maße mit Hilfe von einem Lineal auf die Stoffe übertragen und die Schnittteile mit 1,5 cm Nahtzugabe ausgeschnitten. Die Bündchen habe ich mit der jeweiligen Länge zu den Schnittteilen passend und mit 6 cm Breite zugeschnitten. Danach habe ich die gebügelten Bündchen mit den kleinen, praktischen und von mir heißgeliebten Stoffklammern an die zugehörigen Schnittteile geklemmt.


Klammern und Bündchen

 

Nähschritte


Als nächstes habe ich alle Bündchen angenäht.


Angenähtes Bündchen


Zum Schluß habe ich die Schnittteile nach und nach zusammengenäht. 


Ich präsentiere euch hier stolz wie Bolle das Ergebnis:


Fertige Nähmaschinen-Hülle


Fazit

Es ist alles Andere als perfekt geworden. Gerade mit den oberen runden Kanten habe ich es mir nicht gerade leicht gemacht. Diese habe ich leider auch nicht so richtig gut hinbekommen. Auf links gedreht sehen vorallem die Bündchen nicht so hübsch aus. Diese hätte ich schöner vernähen müssen. Auch hat mir der seidige Stoff, der sehr dazu neigt Fäden zu ziehen und auszufransen leichte Probleme bereitet. Aber damit hatte ich schon bei der Auswahl gerechnet.


Alles in allem macht sich das neue Cape für meine Nähmaschine sehr hübsch in meinem Nähzimmer und beendet zumindest endlich den Spuk vom weißen Gespenst 🙂


Fertige Nähmaschinen-Hülle

1 Comment

  1. Pimp my Sewingroom - Vier Kissenbezüge und einen Sofabezug nähen 06/11/2017 at 21:51

    […] Als erstes habe ich zwei kleine Kissenbezüge genäht aus einem hübschen graublauen, gepunkteten Stoff und einem weißen Leinenstoff mit Stickereien. Beide Stoffe sind noch aus dem Fundus meiner Ur-Oma. (wie schon die beiden Stoffe meiner Nähmaschinenhülle – zum Blogeintrag geht es hier) […]

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